anspornender hass

der neue bundespräsident herr gauck wurde heute vereidigt und hielt aus diesem anlaß im bundestag seine antrittsrede. in den stundennachrichten des dlf heisst es zum beispiel:

Gauck vereidigt / Antrittsrede ein Plädoyer für Demokratie und Gerechtigkeit / Alle Fraktionen begeistert – (…) Die Antrittsrede stieß auf viel Lob und Zustimmung. Für die Unionsfraktion sagte ihr Parlamentarischer Geschäftsführer Altmaier, es sei eine ermutigende und sehr optimistische Ansprache gewesen. SPD-Chef Gabriel ging noch weiter und erklärte, es sei die beste Rede gewesen, die er bislang im Deutschen Bundestag gehört habe.

besonderen beifall erhielten gaucks äußerungen zum umgang mit rechts- (und anderen!) radikalen, ein thema, derzeit en vogue. er sagte:

Speziell zu den rechtsextremen Verächtern unserer Demokratie sagen wir mit aller Deutlichkeit: Euer Hass ist unser Ansporn. Wir lassen unser Land nicht im Stich.

<Großer Applaus>

Wir schenken Euch auch nicht unsere Angst. Ihr werdet Vergangenheit sein und unsere Demokratie wird leben.

<Applaus>

Die Extremisten anderer politischer Richtungen werden unserer Entschlossenheit in gleicher Weise begegnen.

keineswegs will ich herrn gauck oder den rest seiner rede pauschal diskreditieren, aber:

ich möchte nicht, dass anderer leute hass zu meinem ansporn wird, weil ich nicht daran glaube, dass aus einer solchen haltung bzw. aus solch einem antrieb irgend etwas gutes oder lebensbejahendes erwachsen kann.

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